Katana

Das Iaito: Trainingsschwert der Samurai

Welche Voraussetzungen benötigt man um Mugai-Ryū Iaihyoudo Schwertkunst zu trainieren?Mit einer bequemen Sporthose und einem T-Shirt ist man schon für das erste Probetraining gerüstet. Man kann in jedem Alter mit dem Training beginnen und die Schwertkampfkunst bis ins hohe Alter ausüben. Da diese Sportart nicht auf reiner Kraft basiert, ist sie auch sehr gut für Frauen geeignet. Die Grundtechniken sind relativ leicht erlernbar, sodass man eigentlich keine besonderen Voraussetzungen benötigt, um mit dieser Kampfkunst zu beginnen.

Die Ausbildung des Mugai-Ryū beinhaltet drei Formen des körperlichen Trainings (Kata, Kumitachi und Tameshigiri) und eine geistige Schulung, die – unter anderem als Zen in Bewegung– ein Teil der Philosophie des Zen-Buddhismus ist.
Die Grundlage des Stils und dessen Techniken ist die schnörkellose und zielgerichtete Anwendung von Abwehr- und Angriffstechniken. In höheren Graden werden diese Techniken eingesetzt, um einen Kampf vor einer schwer verletzenden oder gar tödlichen Handlung zu beenden. Diese Techniken können Schwerttechniken, aber auch eine durch Anreicherung von Iai bzw. Ki geschulte Ausstrahlung sein.

Nachdem man die Grundbewegungen erlernt hat beginnt man diese immer weiter zu verfeinern. Jeder hilft sich das Erlernte zu verbessern. Das Training ist von freundlichem und hilfsbereitem Respekt untereinander geprägt.
Was beinhaltet das Training?
Das Training ist sehr dynamisch und flexibel, es ist ein Training des gesamten Körpers und Geistes. Die japanischen Schwertkampfkünste haben eine sehr lange Tradition. Die Mugay Ryu Schwertschule besteht unverändert seit dem Jahre 1679. Das Ausführen des Trainings bleibt seiner ursprünglichen Vielfalt an Bewegungen treu. Geist, Kraft und Ausdauer, sowie auch die Bewegungsmotorik werden geschult. Es werden verschiedene Bewegungsabläufe, sowie die Führung des Trainingsschwertes erlernt
Beim Kata-Training gilt vorerst das Iaitō für die Schülergrade und ein Shinken (scharfes Schwert) für die Meistergrade als Trainingsgerät. In höheren Graden können Techniken mit einem kurzen Katana, dem Kodachi oder Wakizashi, oder dem rituellen Dolch der Samurai, dem Tantō, erlernt werden. Zusätzlich gibt es spezielle Techniken für körperlich behinderte Menschen (z. B. einarmige Personen).
Beim Kumitachi benutzen zwei Trainingspartner jeweils ein Bokutō oder in höheren Graden Kodachi- bzw. Wakizashi-Bokuto, um eine gemeinsame Partnerform zu trainieren. Das Kumitachi wird trainiert, um die Distanz zum Gegner und den richtigen Zeitpunkt zur Reaktion auf einen Angriff zu trainieren. Das Tameshigiri ist ein dem Bruchtest ähnlicher Schnitttest, der mit einem Shinken (Katana) ausgeführt wird. Ziel des Tameshigiri ist es eine in der Praxis schneidende Schnitttechnik zu trainieren.
Das Training wird in einer meditativen Atmosphäre unter Einhaltung einer Dojo-Etikette ausgeübt und erfolgt in einem festgelegten Ablauf. Zuerst verbeugt der Trainierende sich vorm eigenen Schwert (Tōrei). Später verbeugen sich alle Trainierenden vorm gemeinsamen Weg, dem Trainingsleiter und den anderen Trainierenden (Gōrei). Nach dem Training wird erneut ein gemeinsames Gōrei durchgeführt.
Ist es gefährlich japanisches Schwertfechten, Schwertkampfkunst zu betreiben?
Dies ist eine Frage, die häufig gestellt wird, da man durch übertriebe Filmdarstellungen ein falsches Bild der Schwertkampfkunst bekommt. Verletzungen sind äußerst selten, jedoch sollte man den Respekt vor dem Trainingspartner und den Trainingsgeräten nie verlieren.
Den Umgang mit einem wirklich scharfen Schwert lernt man erst nach ausreichendem Training und entsprechender Reife.
Wo bekomme ich weitere Informationen?
Weitergehende Informieren kann man sich gerne unter der in der Rubrik Kontakt anfordern.
Schnuppern Sie doch einfach einmal in den Unterricht hinein.