Dojo

Kakushinkai Dojo

Das Dojo ist ein Raum der Ruhe, des Trainings, der Meditation und Zusammengehörigkeit, in dem man seinen Körper und Geist übt. Dort wird Mugai Ryu Iaido und Kenjutsu als Lebensweg geübt und das Bushido hat somit einen hohen Stellenwert.

Das Dojo ist bewusst schlicht und einfach gehalten, damit man sich auf das Training konzentrieren kann und nicht unnötig abgelenkt wird.

In dieser Trainingshalle werden bestimmte Regeln (Reishiki) eingehalten, die uns das gemeinsame Training erleichtern und sich auch im alltäglichen Leben niederschlagen. Dort können wir abschalten und den Alltag hinter uns lassen. Eine reine Stunde für das, was wir in diesem Moment tun.

Auf der Stirnseite befindet sich der Schrein, das Kamiza oder auch Shomen. Mit einer Verbeugung zum Kamiza symbolisieren wir unseren Respekt gegenüber den Tugenden und uns selbst.

In der Kamiza befinden sich zwei Kalligraphien.

Die linke bedeutet:

1. Vervollkommne deinen Charakter!

2. Sei aufrichtig, loyal und zuverlässig!

3. Sei achtsam in deinem Streben!

4. Ehre die Prinzipien der Etikette!

5. Verzichte auf Gewalt!

Die recht Kalligraphie bedeutet:

Das Schwert und der Geist sind eine Einheit.

Nach dem Betreten der Halle zieht man die Schuhe aus und stellt sie ordentlich ab. Anschließend schlüpft man in seine Zori (Slipper) hinein, was ebenfalls ein Symbol dafür ist, dass wir den Alltag zurücklassen und davon abschalten dürfen.

Im Dojo ist Pünktlichkeit wichtig, um vorbereitet ins Training gehen zu können und die anderen Übenden nicht zu stören. Es ist notwendig, sich am Anfang der Stunde aufzuwärmen. Um die notwendige Konzentration für das anstehende Training aufzubringen, ist es dringend erforderlich, sich vorher innerlich zu sammeln. Sollte man einmal zu spät sein, wartet man, bis man zum Training gerufen wird. Muss man während des Training die Trainingshalle verlassen, sagt man dem Lehrer Bescheid.

Die Trainingshalle ist nur barfuss oder mit Tabi (spezielle Schuhe) zu betreten und wir achten auch auf Geruchsfreiheit und Hygiene. Ringe, Uhren, Schmuck und Sonstiges sind vor dem Training abzulegen. Diese bergen ein unnötiges Verletzungsrisiko. Zuschauer sollen sich möglichst ruhig verhalten, um das Training nicht zu stören. Bei der Begrüßung und den Demonstrationen verhält man sich ebenfalls ruhig.

Diese Zeilen dienen auch der Orientierung in anderen Dojos.